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Sozialwissenschaftliches Institut Tübingen

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Neu erschienen: Wie geht Männerbildung? Impulse und Ergebnisse aus dem Projekt „Männer – Bildung – Männerbildung“

Das Projekt „Männer – Bildung – Männerbildung“ (2016 – 2018) reflektierte Männerbildung in einem doppelten Sinn: einmal als Frage, wie männerbezogene Bildung in Institutionen stattfindet, wie sie organisiert wird und verbessert werden kann – zum anderen und vor allem, wie Männer ihre Bildungsprozesse selbst verstehen, woran sie interessiert sind und wie sie angesprochen und beteiligt werden wollen. Fünf Praxiseinrichtungen in Baden-Württemberg – die Volkshochschulen Schwäbisch Gmünd und Tübingen sowie die Familienbildungsstätten Heidenheim, Kirchheim und Ulm – richteten dazu u.a. jeweils eine Fokusgruppe ein, um diese Fragen mit Männern zu diskutieren und ihre institutionelle Praxis weiterzuentwickeln.

„Männer – Bildung – Männerbildung“ war ein Kooperationsprojekt des Volkshochschulverbands Baden-Württemberg und der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg (LEF), das vom Kultusministerium Baden-Württemberg gefördert  und durch Gunter Neubauer vom SOWIT begleitet wurde.

Impulse und Ergebnisse aus dem Projekt sind jetzt zusammen mit anschaulichen Berichten der Praxisstandorte in einer Broschüre von 32 Seiten erschienen, die beim SOWIT sowie beim vhs-Verband und bei der LEF als Download verfügbar ist.

Malik Al-Udat (Stud. Prävention und Gesundheitsförderung) ist neuer Praktikant bei SOWIT

Malik Al-Udat ist in Tübingen aufgewachsen und studiert mittlerweile Prävention und Gesundheitsförderung an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. Er wird vor allem im Projekt HelpMen mitarbeiten, daneben ist er bei der Evaluation des Projekts Yezidische Jungs in Baden-Württemberg aktiv und arbeitet in weiteren Einzel-Veranstaltungen und Projekten mit. Einer seiner Schwerpunkte in Studium und Praxis ist die Planung und Gestaltung von gesundheitsbezogenen Projekten in unterschiedlichsten Settings und das zugehörige Projektmanagement. Insbesondere beschäftigt er sich mit organisationalen und individuellen Stressbewältigungsstrategien für Menschen in Organisationen.

SOWIT empfängt Dr. Johannes Berchtold, Leiter der männerpolitischen Grundsatzabteilung im BMASGK, in Tübingen

Der Leiter der männerpolitischen Grundsatzabteilung im österreichischen Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Dr. Johannes Berchtold war zu Besuch in Tübingen. Ein Höhepunkt des Treffens war ein Stadtrundgang, bei dem einige Orte und Gebäude aufgesucht und Männer erinnert wurden, die Bedeutung für Männergeschichte und Männergesundheit haben – Uhland und Silcher, Schlossküche und Stift, Burse und Hölderlinturm, Cottahaus und Heckenhauer. Der studierte Philosoph Berchtold interessierte sich dabei insbesondere für Hegels Spuren und Nachwirken, weshalb ein Besuch im Boulanger verpflichtend war.

Der Austausch war ein Gegenbesuch nach der Veranstaltung "Männlichkeit und Gesundheit" am 19. Juni 2018 in Wien, einem Vernetzungstreffen im deutschsprachigen Raum zur psychosozialen Gesundheit von Jungen und Männern, bei dem Gunter Neubauer vom SOWIT mit einen Workshop zur Jungengesundheit beteiligt war.

Neuerscheinung: Praxisbuch Jungen in der Schule. Von Reinhard Winter. Weinheim und Basel: Beltz Verlag 2018

Jungen werden heute vielfach als Bildungsverlierer bezeichnet. Auch wenn diese Bezeichnung dramatisiert: Am schlechteren Schulerfolg von Jungen ist erkennbar, dass es Schwierigkeiten gibt; zudem erleben Lehrkräfte ihr Verhalten immer mehr als herausfordernd.
Bislang blieben die Diskussionen um Jungen in der Schule in Fakten und Klischees stecken. Ideen für eine Veränderung finden sich kaum. Aber wo können Lehrkräfte ansetzen, damit sich Jungen weniger anstrengend verhalten? Was brauchen Jungen, um Schule gut zu bewältigen und nicht noch mehr zurückzufallen? Was können Lehrer_innen dazu beitragen? Diese und andere Fragen beantwortet das Praxisbuch. Es stellt Hintergrundwissen zur Verfügung, um »männliches« Verhalten von Jungen verstehen und erklären zu können, entwickelt Anwendungsthemen, auf die es in der Arbeit mit Jungen in der Schule ankommt, und enthält Vorschläge zur Beziehungsgestaltung. Eine umfangreiche Sammlung aus erprobte Spielen und Übungen ermöglicht eine direkte Umsetzung in der schulischen Praxis.

Mehr Informationen zu diesem Buch

Reinhard Winter: Praxisbuch Jungen in der Schule. Pädagogische Handlungsmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer. Weinheim und Basel (Beltz Verlag) 2018

SOWIT richtet Jahrestreffen Netzwerk Jungen- und Männergesundheit 2. - 4.3.2018 in Stuttgart aus

Termin: Freitag 2. März 2018, 17.00 Uhr (Vorseminar ab 14.00 Uhr) bis Sonntag 4. März 2018, 13.00 Uhr

Zielgruppe: Fachkräfte und Interessierte im Bereich Jungen- und Männergesundheit, Mitglieder im Netzwerk Jungen- und Männergesundheit

Ort: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Lautenschlagerstraße 20, 70173 Stuttgart | Anreise – eine Übernachtung ist ggf. selbst zu organisieren.

Programm als PDF-Download, Vorträge, Berichte und ImpulseAnmeldeformular

In einem Turnus von eineinhalb Jahren trifft sich das Netzwerk Jungen- und Männergesundheit zu seinen Arbeitstagungen. Diese bieten interessante Vorträgen von Netzwerkmitgliedern und weiteren Fachleuten, Einblicke in die regionale Szene der Jungen- und Männergesundheit und Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung.

Seit dem letzten Netzwerktreffen in Weimar im November 2016 ist der dritte deutsche Männergesundheitsbericht „Sexualität von Männern“ erschienen, außerdem erging ein Aufruf zu einem Tag der ungleichen Lebenserwartung. Der ausstehende Koalitionsvertrag wird zeigen, welche Rolle Jungen- und Männergesundheit für die nächste Bundesregierung spielen wird.

Das Netzwerktreffen 2018 beginnt schon am Freitagnachmittag mit einem „Vorseminar“ für Interessierte im Bereich Jungengesundheit, in dessen Rahmen das neue Manual Jungenmedizin vorgestellt und diskutiert wird.

SOWIT organisiert Studienreise zum Thema Männerbildung (24. - 26.1.2018)

Wie schon beim Vorgängerprojekt „Väter in der Familienbildung“ organisieren wir auch im Projekt „Männer – Bildung – Männerbildung“ eine dreitägige Studienreise, die nach Österreich und dort vor allem zu Mitgliedsorganisationen im Dachverband Männerarbeit Österreich – DMÖ führen wird.

Zielsetzung der Studienreise ist das Kennenlernen von Good-Practice-Beispielen, ein Einblick in den Stand der Männer- und Männerbildungsforschung, die Diskussion gelingender Ansätze und Zugänge im Bereich Männer-bildung sowie Erfahrungsaustausch, Vernetzung und Praxistransfer.

Am Mittwoch führt die Fahrt über Nürnberg (Gespräch mit dem ersten kommunalen Männerbeauftragten in Deutschland) nach Linz ins Familienzentrum Pichling, das einen Schwerpunkt im Bereich Männerarbeit und -beratung setzt.

Am Donnerstag geht es weiter nach Wien zum renommierten Männergesundheitszentrum MEN und einem Gespräch mit dem Leiter der männerpolitischen Grundsatzabteilung im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.

In Graz steht dann ein Austausch mit dem Landesverband der Steirischen Volkshochschulen auf dem Programm, am Freitag geht es weiter nach Salzburg zum dortigen Männerbüro mit Schwerpunkt Männerbildung und -beratung.

Diese Studienreise wird durch das EU-Programm Erasmus+ gefördert.

Information und Anmeldung: Gunter Neubauer

8. Seminar Sequenzanalyse und Genogrammarbeit mit Prof. em. Bruno Hildenbrand in Tübingen am 8. und 9.12.2017

Das Seminar wendet sich an Fachkräfte, die in Beratung, Coaching oder Therapie den familiären Hintergrund ihrer Kund/innen oder Klient/innen berücksichtigen und dafür ihre analytische und methodische Kompetenz vertiefen möchten. Dazu kann insbesondere auch die eigene Familiengeschichte in den Blick genommen werden. Darüber hinaus sind auch weitere Interessierte eingeladen, die sich im Kontext einer Gruppe ihrer Familiengeschichte zuwenden wollen.

Bruno Hildenbrand ist Professor em. für Soziologie der Universität Jena, er war Dozent und Supervisor am Ausbildungsinstitut für systemische Therapie und Beratung in Zürich. Er hat den Genogrammansatz unter Einbeziehung der Sequenzanalyse weiterentwickelt. Sein Buch Einführung in die Genogrammarbeit (42015) erscheint im Carl-Auer-Verlag.

Ort: vhs Tübingen, Katharinenstraße 18, 72072 Tübingen

Zeiten: Freitag, 8. Dezember 2017 10.00 - 18.00 Uhr,  Samstag, 9. Dezember 2017 09:30 - 16.30 Uhr

Information und Anmeldung: Gunter Neubauer

Fachtag „Männer – Bildung – Männerbildung“ am 30.11.2017 in Oberaichen

Bildungswünsche, Bildungspraxis und Beteiligung

Das Thema Männer und Bildung bzw. Bildungsangebote für Männer ist – sowohl in der Praxis als auch in der Forschung – bislang wenig akzentuiert. Während die Teilnahme von Männern an beruflicher Weiterbildung weithin stabil und etabliert ist, so ist ihre Präsenz im nichtberuflichen Bereich – etwa in der Gesundheits- oder Familienbildung – deutlich unterdurchschnittlich. Das wirft Fragen der Geschlechtergerechtigkeit auf: Wie und wo bilden sich Männer gerne weiter? Wie müssen Bildungsangebote, wie muss Erwachsenenbildung für Männer gestaltet sein, um diese besser erreichen zu können?

Bei diesem öffentlichen Fachtag im Rahmen des von SOWIT begleiteten Projekts "Männer – Bildung – Männerbildung" sollen Ergebnisse der Männer- und Bildungsforschung sowie Ableitungen für die Praxis der Bildungsarbeit vorgestellt werden. Auf dem Programm stehen zwei Fachvorträge, für die Prof. Dr. Lothar Böhnisch (Dresden und Bozen) sowie Prof. Dr. Barbara Thiessen (Landshut) gewonnen wurden. Außerdem wird es eine Workshop-Phase geben, bei der eigene Fragestellungen in Form einer gemeinsamen Denkwerkstatt bearbeitet werden können.

Termin           Donnerstag 30. November 2017, 9.30 - 17.00 Uhr

Ort                    vhs-Verband Baden-Württemberg, LE-Oberaichen

Kosten             kostenfrei

Anmeldung   beim vhs-Verband

Programm     PDF-Download

Fach- und Erlebnistag "Praxis der Männergesundheitsförderung" am 25.10.2017 in Tübingen

Wie werden Angebote der Gesundheitsförderung und -bildung für Männer attraktiv?

Dass es Männern in Baden-Württemberg insgesamt recht gut geht, hat zuletzt der 2015 veröffentlichte Jungen- und Männergesundheitsbericht des Landes gezeigt. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede im Gesundheitsstatus (z.B. regional oder zwischen Arm und Reich) sowie in der Lebenserwartung zwischen Männern (79,4 Jahre) und Frauen (83,9 Jahre). So gesehen gibt es noch einigen Spielraum zur Verbesserung der Männergesundheit.

Dass es dieser Verbesserung sehr zugutekommt, wenn Einrichtungen im gesamten Bereich der Gesundheitsförderung und Gesundheitsbildung interessante und aktivierende Angebote für Männer machen – das versteht sich eigentlich von selbst. Doch was interessiert Männer beim Thema Gesundheit? Wie kann man sie erreichen und zur Teilnahme an den unterschiedlichsten Angeboten gewinnen?

Das Seminar geht diesen Fragen nach in einer Mischung aus Information und Erlebnis. Dabei werden gute Ansätze einer männerbezogenen Gesundheitsförderung und -bildung beispielhaft erfahrbar.

Termin         Mittwoch, 25.10.2017, 9.30 – 17.00 Uhr

Ort                Tübingen, AOK-Gesundheitszentrum, Hegelstr. 5/1

Kosten         25 €

 

Informationen und Anmeldung

Programm als PDF-Download

SOWIT erhält Zuschlag für das Projekt "Gesundheit als Thema der Grundbildung für Männer in Europa weiterentwickeln" (HelpMen)

Das Projekt „Gesundheit als Thema der Grundbildung für Männer in Europa weiterentwickeln“ (Health Literacy Progress for Men in Europe – HelpMen) nimmt die Frage auf, wie Männer mit gesundheitlicher Grundbildung (Health Literacy) besser erreicht werden und diese aktiv verbessern können.

Im Projekt HelpMen arbeiten fünf Institutionen in einer länderübergreifenden strategischen Partnerschaft zusammen. Neben SOWIT sind dies der vhs-Verband Baden-Württemberg mit seinem Fachbereichen Gesundheits- und Grundbildung, das Männergesundheitszentrum MEN in Wien, die Cusanus Akademie in Brixen und die Fach- und Beratungsstelle infoMann in Luxemburg, Der Ansatz ist im deutschsprachigen Raum, dort aber unter Berücksichtigung anderer Erst-Sprachen, so dass ein Fokus auf Integration und Migration gelegt werden kann.

Das Projekt hat eine Laufzeit von Oktober 2017 bis November 2019. Es wird von der EU im Rahmen des ERASMUS+ Programms über die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung gefördert.