Aktuelles

Sozialwissenschaftliches Institut Tübingen

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SOWIT richtet Jahrestreffen Netzwerk Jungen- und Männergesundheit 2. - 4.3.2018 in Stuttgart aus

Termin: Freitag 2. März 2018, 17.00 Uhr (Vorseminar ab 14.00 Uhr) bis Sonntag 4. März 2018, 13.00 Uhr

Zielgruppe: Fachkräfte und Interessierte im Bereich Jungen- und Männergesundheit, Mitglieder im Netzwerk Jungen- und Männergesundheit

Ort: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Lautenschlagerstraße 20, 70173 Stuttgart | Anreise – eine Übernachtung ist ggf. selbst zu organisieren.

Programm als PDF-Download, Vorträge, Berichte und ImpulseAnmeldeformular

In einem Turnus von eineinhalb Jahren trifft sich das Netzwerk Jungen- und Männergesundheit zu seinen Arbeitstagungen. Diese bieten interessante Vorträgen von Netzwerkmitgliedern und weiteren Fachleuten, Einblicke in die regionale Szene der Jungen- und Männergesundheit und Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung.

Seit dem letzten Netzwerktreffen in Weimar im November 2016 ist der dritte deutsche Männergesundheitsbericht „Sexualität von Männern“ erschienen, außerdem erging ein Aufruf zu einem Tag der ungleichen Lebenserwartung. Der ausstehende Koalitionsvertrag wird zeigen, welche Rolle Jungen- und Männergesundheit für die nächste Bundesregierung spielen wird.

Das Netzwerktreffen 2018 beginnt schon am Freitagnachmittag mit einem „Vorseminar“ für Interessierte im Bereich Jungengesundheit, in dessen Rahmen das neue Manual Jungenmedizin vorgestellt und diskutiert wird.

SOWIT organisiert Studienreise zum Thema Männerbildung (24. - 26.1.2018)

Wie schon beim Vorgängerprojekt „Väter in der Familienbildung“ organisieren wir auch im Projekt „Männer – Bildung – Männerbildung“ eine dreitägige Studienreise, die nach Österreich und dort vor allem zu Mitgliedsorganisationen im Dachverband Männerarbeit Österreich – DMÖ führen wird.

Zielsetzung der Studienreise ist das Kennenlernen von Good-Practice-Beispielen, ein Einblick in den Stand der Männer- und Männerbildungsforschung, die Diskussion gelingender Ansätze und Zugänge im Bereich Männer-bildung sowie Erfahrungsaustausch, Vernetzung und Praxistransfer.

Am Mittwoch führt die Fahrt über Nürnberg (Gespräch mit dem ersten kommunalen Männerbeauftragten in Deutschland) nach Linz ins Familienzentrum Pichling, das einen Schwerpunkt im Bereich Männerarbeit und -beratung setzt.

Am Donnerstag geht es weiter nach Wien zum renommierten Männergesundheitszentrum MEN und einem Gespräch mit dem Leiter der männerpolitischen Grundsatzabteilung im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.

In Graz steht dann ein Austausch mit dem Landesverband der Steirischen Volkshochschulen auf dem Programm, am Freitag geht es weiter nach Salzburg zum dortigen Männerbüro mit Schwerpunkt Männerbildung und -beratung.

Diese Studienreise wird durch das EU-Programm Erasmus+ gefördert.

Information und Anmeldung: Gunter Neubauer

8. Seminar Sequenzanalyse und Genogrammarbeit mit Prof. em. Bruno Hildenbrand in Tübingen am 8. und 9.12.2017

Das Seminar wendet sich an Fachkräfte, die in Beratung, Coaching oder Therapie den familiären Hintergrund ihrer Kund/innen oder Klient/innen berücksichtigen und dafür ihre analytische und methodische Kompetenz vertiefen möchten. Dazu kann insbesondere auch die eigene Familiengeschichte in den Blick genommen werden. Darüber hinaus sind auch weitere Interessierte eingeladen, die sich im Kontext einer Gruppe ihrer Familiengeschichte zuwenden wollen.

Bruno Hildenbrand ist Professor em. für Soziologie der Universität Jena, er war Dozent und Supervisor am Ausbildungsinstitut für systemische Therapie und Beratung in Zürich. Er hat den Genogrammansatz unter Einbeziehung der Sequenzanalyse weiterentwickelt. Sein Buch Einführung in die Genogrammarbeit (42015) erscheint im Carl-Auer-Verlag.

Ort: vhs Tübingen, Katharinenstraße 18, 72072 Tübingen

Zeiten: Freitag, 8. Dezember 2017 10.00 - 18.00 Uhr,  Samstag, 9. Dezember 2017 09:30 - 16.30 Uhr

Information und Anmeldung: Gunter Neubauer

Fachtag „Männer – Bildung – Männerbildung“ am 30.11.2017 in Oberaichen

Bildungswünsche, Bildungspraxis und Beteiligung

Das Thema Männer und Bildung bzw. Bildungsangebote für Männer ist – sowohl in der Praxis als auch in der Forschung – bislang wenig akzentuiert. Während die Teilnahme von Männern an beruflicher Weiterbildung weithin stabil und etabliert ist, so ist ihre Präsenz im nichtberuflichen Bereich – etwa in der Gesundheits- oder Familienbildung – deutlich unterdurchschnittlich. Das wirft Fragen der Geschlechtergerechtigkeit auf: Wie und wo bilden sich Männer gerne weiter? Wie müssen Bildungsangebote, wie muss Erwachsenenbildung für Männer gestaltet sein, um diese besser erreichen zu können?

Bei diesem öffentlichen Fachtag im Rahmen des von SOWIT begleiteten Projekts "Männer – Bildung – Männerbildung" sollen Ergebnisse der Männer- und Bildungsforschung sowie Ableitungen für die Praxis der Bildungsarbeit vorgestellt werden. Auf dem Programm stehen zwei Fachvorträge, für die Prof. Dr. Lothar Böhnisch (Dresden und Bozen) sowie Prof. Dr. Barbara Thiessen (Landshut) gewonnen wurden. Außerdem wird es eine Workshop-Phase geben, bei der eigene Fragestellungen in Form einer gemeinsamen Denkwerkstatt bearbeitet werden können.

Termin           Donnerstag 30. November 2017, 9.30 - 17.00 Uhr

Ort                    vhs-Verband Baden-Württemberg, LE-Oberaichen

Kosten             kostenfrei

Anmeldung   beim vhs-Verband

Programm     PDF-Download

Fach- und Erlebnistag "Praxis der Männergesundheitsförderung" am 25.10.2017 in Tübingen

Wie werden Angebote der Gesundheitsförderung und -bildung für Männer attraktiv?

Dass es Männern in Baden-Württemberg insgesamt recht gut geht, hat zuletzt der 2015 veröffentlichte Jungen- und Männergesundheitsbericht des Landes gezeigt. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede im Gesundheitsstatus (z.B. regional oder zwischen Arm und Reich) sowie in der Lebenserwartung zwischen Männern (79,4 Jahre) und Frauen (83,9 Jahre). So gesehen gibt es noch einigen Spielraum zur Verbesserung der Männergesundheit.

Dass es dieser Verbesserung sehr zugutekommt, wenn Einrichtungen im gesamten Bereich der Gesundheitsförderung und Gesundheitsbildung interessante und aktivierende Angebote für Männer machen – das versteht sich eigentlich von selbst. Doch was interessiert Männer beim Thema Gesundheit? Wie kann man sie erreichen und zur Teilnahme an den unterschiedlichsten Angeboten gewinnen?

Das Seminar geht diesen Fragen nach in einer Mischung aus Information und Erlebnis. Dabei werden gute Ansätze einer männerbezogenen Gesundheitsförderung und -bildung beispielhaft erfahrbar.

Termin         Mittwoch, 25.10.2017, 9.30 – 17.00 Uhr

Ort                Tübingen, AOK-Gesundheitszentrum, Hegelstr. 5/1

Kosten         25 €

 

Informationen und Anmeldung

Programm als PDF-Download

SOWIT erhält Zuschlag für das Projekt "Gesundheit als Thema der Grundbildung für Männer in Europa weiterentwickeln" (HelpMen)

Das Projekt „Gesundheit als Thema der Grundbildung für Männer in Europa weiterentwickeln“ (Health Literacy Progress for Men in Europe – HelpMen) nimmt die Frage auf, wie Männer mit gesundheitlicher Grundbildung (Health Literacy) besser erreicht werden und diese aktiv verbessern können.

Im Projekt HelpMen arbeiten fünf Institutionen in einer länderübergreifenden strategischen Partnerschaft zusammen. Neben SOWIT sind dies der vhs-Verband Baden-Württemberg mit seinem Fachbereichen Gesundheits- und Grundbildung, das Männergesundheitszentrum MEN in Wien, die Cusanus Akademie in Brixen und die Fach- und Beratungsstelle infoMann in Luxemburg, Der Ansatz ist im deutschsprachigen Raum, dort aber unter Berücksichtigung anderer Erst-Sprachen, so dass ein Fokus auf Integration und Migration gelegt werden kann.

Das Projekt hat eine Laufzeit von Oktober 2017 bis November 2019. Es wird von der EU im Rahmen des ERASMUS+ Programms über die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung gefördert.

Broschüre „Väter in der Familienbildung“ erschienen

Wie lassen sich Väter mit Bildungsangeboten erreichen? Was sind Stolpersteine und Hemmschwellen? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden und welche Hürden gilt es in der Praxis zu überwinden? Die Broschüre „Väter in der Familienbildung – Impulse und Ergebnisse“ geht diesen Fragen nach und beleuchtet das Thema aus dem Blickwinkel von Wissenschaft und Praxis. Sie ist entstanden aus einem Kooperationsprojekt von Ev. LAG der Familien-Bildungsstätten in Württemberg und vhs-Verband Baden-Württemberg, das von SOWIT begleitet wurde.

Die Broschüre bündelt v.a. die Erfahrungen aus den Projektstandorten und kann gegen eine Schutzgebühr von 5 € beim vhs-Verband Baden-Württemberg bestellt werden. Ein PDF zum Download findet sich hier.

Autorenkonferenz und Ideen-Werkstatt zum 3. deutschen Männergesundheitsbericht

Bei der Autorenkonferenz am 14. Juni 2017 stellt Gunter Neubauer die beiden von SOWIT erstellten Kapitel im neuen Männergesundheitsbericht "Sexualität von Männern" vor und zur Diskussion.

Kapitel 2.2 „Sexuelle Gesundheit von Jungen bis zur Pubertät“ (Gunter Neubauer)
Kapitel 2.4 „Sexuelle Gesundheit männlicher Jugendlicher“ (Reinhard Winter)

Der Dritte Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit widmet sich der Sexualität von Jungen und Männern. Er wurde Anfang Mai der Presse vorgestellt. Jetzt sind Expert_innen und Politiker_innen in der Pflicht, Inhalte des Berichts zu diskutieren und Schlussfolgerungen für Praxis, Forschung, Lehre und Politik zu erarbeiten und gemeinsam umzusetzen.

Die Autorenkonferenz, die im Sinne einer Ideen-Werkstatt die wichtigsten Trends zusammenfassen und interpretieren soll, wird gemeinsam vom Bundesforum Männer, der Hochschule Merseburg und der Stiftung Männergesundheit veranstaltet.

Neuerscheinung: Sexualität von Männern – Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht

Obwohl das wissenschaftliche Interesse an männlicher Sexualität in den letzten Jahren gewachsen ist, fehlen zu vielen Aspekten belastbare Daten. Vor diesem Hintergrund wirft der Dritte Deutsche Männergesundheitsbericht einen aktuellen Blick auf die vielseitigen Facetten der Sexualität von Jungen und Männern sowohl aus sozialwissenschaftlicher als auch aus medizinischer Perspektive. 40 Expertinnen und Experten analysieren in 31 Beiträgen den Stand der Forschung, zeigen Defizite auf und geben umfangreiche Handlungsempfehlungen.

SOWIT hat zwei Kapitel zum Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht beigesteuert. Von Gunter Neubauer stammt das Kapitel 2.2 "Sexuelle Gesundheit von Jungen bis zur Pubertät", von Reinhard Winter das Kapitel 2.3 "Sexuelle Gesundheit männlicher Jugendlicher. Indikatoren männlicher sexueller Jugendgesundheit".

Der Dritte Deutsche Männergesundheitsbericht wird herausgegeben von der Stiftung Männergesundheit und erscheint im Psychosozial-Verlag.

SOWIT begleitet das Projekt „Männer – Bildung – Männerbildung“

Das Projekt mit einjähriger Laufzeit (April bis Dezember 2017), das vom vhs-Verband Baden-Württemberg und von der Ev. Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg (LEF) getragen und vom Kultusministerium des Landes gefördert wird, fragt danach, wie Erwachsenenbildung für Männer gestaltet sein muss, damit sie ankommt. Das Projekt sucht dazu aktive Einrichtungen und Fachkräfte, die Bildungsangebote für Männer im lokalen Kontext interessanter machen wollen, und bietet eine Begleitung von Aktivitäten vor Ort in Fokus- oder Praxisgruppen mit Aktivierungs- und Umsetzungsperspektive.

Das Projekt geht von der Lebenssituation sowie von aktuellen Fragen und Bedarfen von Männern aus und greift diese in dialogischen, beteiligungsorientierten Prozessen auf, so dass diese in Bildungs- und Weiterbildungsangebote umgesetzt werden können. In einem zugleich inklusiven Ansatz sollen (Fach-) Männer aller Bevölkerungsgruppen angesprochen werden.

Mit dem Projekt soll erreicht werden, dass in Bildungs- und Weiterbildungsangeboten mehr Männer angesprochen und erreicht werden können. Der Dialogprozess findet in Fokus- oder Praxisgruppen vor Ort statt, in die sowohl Haupt- und Ehrenamtliche als auch Männer aus dem Sozialraum dazu eingeladen werden, relevante Themen zu diskutieren und neue Formate für Männerbildung zu entwickeln. Hierfür werden an fünf Standorten Fokus- oder Praxisgruppen eingerichtet, die sich mit den relevanten Fragestellungen befassen und zusammen einen deutlichen Schritt in die Umsetzung gehen.